PM: Offener Brief an Landtagsabgeordnete übergeben: Westschnellweg im Bestand sanieren

Pressemitteilung 09-09-2026

Umwelt- und Verkehrsinitiativen fordern von der Landesregierung:
Bäume am Westschnellweg erhalten – Westschnellweg im Bestand sanieren

Vor dem Landtag hat die Initiative WESTprotest am 09.09.2026 einen Brief an die Landtagsabgeordneten übergeben, mit dem sie gemeinsam mit Umwelt- und Verkehrsverbänden von der Landesregierung fordert, eine Sanierung des Westschnellwegs im Bestand zu prüfen, um einen „vermeidbaren Schaden von Natur, Menschen, Klima abzuwenden sowie sparsam und sinnvoll mit Steuergeldern umzugehen.“ Im Rahmen einer Versammlung vor dem Landtag wurde der Brief von den Abgeordneten Marcel Scharrelmann und Martina Machulla (CDU), Stephan Christ und Evrim Camuz (Grüne), sowie Christoph Bratmann (SPD) entgegengenommen. Unterzeichnet wurde der Brief von der Initiative Westprotest,  vom BUND, vom VCD, vom ADFC, vom FUSS e.V., von Fridays For Future Hannover, vom Umweltzentrum Hannover, von der Initiative Hannover unterwegs, von der BI Wasserstadt Limmer und von extiction rebellion Hannover.

Die Initiative WESTprotest erinnerte daran, dass ein von Ministerpräsident Lies eingesetzter Bürgerrat zum Westschnellweg u.a. gefordert hatte, die Klimaziele einzuhalten und den Umwelt- und Naturschutz nicht zu beeinträchtigen, für den Motorisierten Individualverkehr keine zusätzlichen Flächen zu verbrauchen, sondern den ÖPNV und das Fuß- und Radnetz attraktiver zu gestalen und die Belastung der angrenzenden Stadtquartiere durch die Baumaßnahmen möglichst gering zu halten.

WESTprotest kritisierte, dass die Landesstraßenbaubehörde NLStBV dennoch daran festhalte, den Westschnellweg im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens auszubauen, obwohl das nach ihren eigenen Aussagen zum Verlust fast aller Bäume am Westschnellweg führen würde.

Möglich sei aber auch, den Westschnellweg im Rahmen des Bestandsschutzes zu sanieren. Dadurch könnten die meisten Bäume erhalten, eine 10-jährige Bauzeit mit großen Belastungen für die angrenzenden Wohnquartiere stark verkürzt und sehr viel Geld gespart werden.

WESTprotest forderte deshalb gemeinsam mit den Verkehrs- und Umweltverbänden die Landesregierung auf, die NLStBV dazu zu veranlasen, eine Sanierung des Westschnellwegs im Bestand zumindest ernsthaft zu prüfen.